Stimme der Basis

kollegial   konstruktiv-kritisch    kompetent

Was uns antreibt

Die Basis einer guten zahnärztlichen Versorgung in Thüringen ist eine gut ausgebildete, gut vernetzte, in Stadt und Land angesiedelte und wirtschaftlich erfolgreiche Zahnärzteschaft. Die Realität aber sieht anders aus. Nachwuchsmangel, eine überbordende Bürokratie, eine miserabel vorangetriebene Digitalisierung und nun auch noch Corona, Krieg und Energiekrise machen den Beruf und die freiberufliche Tätigkeit zunehmend unattraktiver. Es ist an der Zeit, dass wir als Zahnärzte wieder entschieden für unsere Interessen gegenüber Politik und Kassen eintreten. Wir stellen uns jedem konstruktiven Dialog, aber das Ergebnis kann nicht der (falsche) Kompromiss um jeden Preis sein. Das Ziel einer jeden Verbandspolitik muss das bestmögliche Ergebnis für die Thüringer Zahnärzte sein – auch wenn man sich in Verhandlungen damit einmal unbeliebt macht. In diesem Sinne müssen wir der Basis ihre Stimme zurückgeben.

Wir treten für eine entschiedene Forderung gegenüber dem Freistaat ein, die Zahl der Studienplätze für Zahnmedizin deutlich zu erhöhen. Sei es an der Uni Jena oder an Partneruniversitäten im In- und Ausland, es müssen schnellstmöglich Studienplätze für Thüringer Landeskinder geschaffen oder gekauft werden.

Wir fordern das, was uns zusteht: Eine leistungsgerechte Bezahlung unserer Tätigkeit. 30 Jahre Stillstand beim Punktwert der GOZ ist einfach eine Frechheit. Da mit der derzeitigen Koalition in Berlin weiterhin keine Änderung zu erwarten ist, müssen wir selber handeln. Unsere Meinung ist: Wer regelhaft Privatleistungen unterhalb des BEMA-Satzes abrechnet, schadet allen Kollegen. Steigerung und Vereinbarung der Vergütungshöhe dürfen nicht mehr die Ausnahme sein. Die Kammer soll sich diesbezüglich klar positionieren und noch mehr Beratung und Formulierungshilfen bereitstellen.

Unter den Bedingungen der hohen Inflation und der stark ansteigenden Personal- (ca 40% der Praxiskosten!), Energie- und Materialkosten kann der bisher geltende Orientierungswert für die Gesamtvergütungs- und Punktwertverhandlungen – die Grundlohnsummenentwicklung – nicht mehr der Deckel sein. Noch verheerender wäre die von Minister Lauterbach geplante Zwangsabsenkung unter diesen Orientierungswert für 2023 und 2024. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass gerade mit den neuen Leistungen der PAR-Richtlinie und der Protrusionsschienen das Leistungsvolumen zunimmt! Wie soll das gehen: Explodierende Kosten, mehr Leistungsanspruch der Versicherten und verringerter Zuwachs in Gesamtvergütung und Punktwert?

Korrekturen bei der Einführung der Telematik Infrastruktur sind überfällig. Erst wenn der Datenschutz gewahrt wird, wenn alle uns entstehenden Kosten auch tatsächlich übernommen werden, und wenn ältere Praxisinhaber von der Einführung und Verwendung immer neuer Module befreit werden, können wir wieder über die Einführung weiterer Bausteine der TI in den Praxen sprechen.

Generell sind wir der Meinung, dass die Hoheit über Gesundheitsdaten beim Patienten liegen muss und deswegen eine zentrale Speicherung, zudem mit „Datenspende“, der falsche Ansatz ist.

So wie bisher kann es nicht weitergehen. Verschenken Sie keine Stimme! Daher Liste 4: Geben Sie der „Basis“ Ihre Stimme.

Unsere bisherige Tätigkeit

Einige unserer Anträge:

  • VV vom 17.09.2022
    • Kostensparende und sinnvolle Übergangsregelungen bei auslaufenden TI-Zertifikaten, insbesondere für rentennahe Jahrgänge unter den Kollegen, explizit auch Vermeidung von Strafzahlungen (angenommen)
    • Aussetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht, beratende Unterstützung für bereits betroffene Kollegen und Praxen (angenommen)
    • (Gleichlautender Antrag mit Dr. K. Karst et al)
      Einführung weiterer TI- Module nur wenn Nutzen für Versorgung/ Praxisalltag bzw Verringerung Bürokratie sowie auch ausreichender Testung in der Fläche (angenommen)
  • VV vom 26.09.2020
    • „…Die zuständigen Stellen der Landesregierung und der Krankenkassen werden aufgefordert, sich an Maßnahmen zur Sicherung der zahnärztlichen Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum Thüringens, zu beteiligen….“ (angenommen)
    • „Der Vorstand der KZV Thüringen wird aufgefordert, sich für eine aufwandsgerechte Finanzierung der von den Zahnartpraxen aus den der IT-Richtlinie resultierenden Aufwänden einzusetzen. …Die Finanzierung ist dabei gesondert von der vertragszahnärztlichen Vergütung zu halten, da es sich um gesetzlich geforderte Infrastrukturmaßnahmen handelt…auch zukünftige Aufwände…und eine regelmäßige Anpassung in der Zukunft…“ (angenommen)
  • VV vom 13.05.2020
    • Ablehnung des Corona „Schutzschirmes“ (angenommen)
  • VV vom 22.09.2018
    • Betreff: Datenschutz und TI
      „…,dass die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit der Kollegen am Konnektor endet und dass gegenüber der gematik und den Herstellern der Komponenten eine grundlegende Haftung der Hersteller und Vertreiber für Ausfälle der TI und umgekehrt für die über die TI eventuell eindringende Schadsoftware durchzusetzen, damit Systemausfälle und daraus entstehende Schäden nicht zu Lasten der Zahnärztinnen und Zahnärzte gehen. ….“ (angenommen)
    • „…vollständige und unbefristete Übernahme aller Kosten…,die den Vertragszahnärzten und Zahnärzte durch die Einbindung der TI in ihren Praxen entstehen…“ (angenommen)
    • „Die Vertreterversammlung möge beschließen, den Vorstand zu beauftragen, den Mitgliedern der VV einen kurzgefassten quartalsweisen Newsletter mit Informationen zur Arbeit des Vorstandes und der Ausschüsse zur Verfügung zu stellen. Insbesondere soll dabei über laufende Projekte und den jeweiligen Sachstand informiert werden.“ (abgelehnt)
  • VV vom 23.09.2017
    • „…Abholpunkt für Informationen, auch über Zwischenthemen…“ eingefordert; auf der KZV Homepage im geschlossen Bereich für die Mitglieder der VV
      (abgelehnt)
    • „… im Rahmen der Einführung der TI MUSS auf jegliche Disziplinierungsmaßnahmen verzichtet werden…“ (angenommen)

Unsere Anliegen – In der KZV

freiberuflich

für eigenverantwortliche und unabhängige zahnmedizinische Tätigkeit

Vertragsverhandlungen

Vergütung verbessern

Fortbildung

Doppelstrukturen vermeiden
abrechnungs- und niederlassungsrelevant

Bürokratie

Wirtschaftlichkeitsprüfung rational und kollegial

Unsere Anliegen – In der Zahnärztekammer

freiberuflich

für eigenverantwortliche und unabhängige zahnmedizinische Tätigkeit

Versorgungswerk

Ihre Altersversorgung sichern

Fortbildung

praxisnah und relevant

Bürokratie

Entlastung durch Angebote der Kammer

Studenten

Start des Hospitationsprogramms

Mitarbeiter

gerecht vergüten
Refinanzierung sichern

Medien

Verbesserung der Print- und Onlinepräsenz

Abrechnung

GOZ-Punktwert endlich erhöhen

Unsere Kandidaten 

Dr. Carina Thüsing

Gemeinsam für unsere Interessen

Benedikt Bock

für die jungen Kollegen und angestellten ZÄ

Aktuelles

GOZ-Punktwert

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Jens Spahn in Weimar

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